Hormonelle Stimulation / Eizellenstimulation

Die Stimulationsbehandlung der Eierstöcke für die Follikelreifung soll bei unerfülltem Kinderwunsch das Wachstum mehrerer Eibläschen in den Eierstöcken anregen und die Reifung der darin befindlichen Eizellen bewirken. Während dieser Phase der hormonellen Stimulation wird das Ansprechen der Eierstöcke auf die Medikamente durch Ultraschall- und ggf. auch durch Hormonuntersuchungen überwacht.

Grundsätzlich kann die Stimulationsbehandlung zur Unterstützung der folgenden Behandlungen eingesetzt werden:

  1. Optimierung der Follikelreifung
    In einigen Fällen wird die hormonelle Stimulation zur Optimierung der Follikelreifung und Auslösung des Eisprungs eingesetzt. Daran anschließend kann für das Kinderwunschpaar der ideale Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr berechnet werden.
  2. Insemination
    Ebenso ist die hormonelle Stimulation sinnvoll vor einer Samenübertragung (Insemination mit Sperma des Partners). Dies wird häufig dann angewendet, wenn Störungen der Follikelreifung festgestellt oder vermutet werden oder eine leichte männliche Fertilitätsstörung vorliegt.
  3. Übertragung von Spendersamen
    Auch im Rahmen der Übertragung per Samenspende kann eine Stimulationsbehandlung durchgeführt werden. Dies geschieht immer dann, wenn eine bisherige Schwangerschaft ohne Hormonstimulation ausgeblieben ist oder auch wenn eine Störung der Follikelreifung bekannt ist oder vermutet wird.
  4. IVF, ICSI
    Auch die Befruchtungsverfahren außerhalb des Körpers, IVF (In-vitro-Fertilisation) und ICSI (Intracytoplasmatische Spermien-Injektion), starten mit einer hormonellen Stimulationsphase. Ziel ist dabei die kontrollierte Stimulation des Eierstocks zur Heranreifung mehrerer Eibläschen, sodass im nächsten Schritt mehrere Eizellen entnommen und mit den Samenzellen des Partners zusammengeführt werden können.

Ablauf der hormonellen Stimulation

Die Stimulationsphase erstreckt sich in der Regel über 10 – 14 Tage. In dieser Zeit spricht sich die  Patientin mit Hilfe eines Pens täglich eine bestimmte Menge Hormon unter die Haut. Damit die Reifung der Eibläschen und damit der Eizellen ideal verfolgt werden kann, werden Ultraschalluntersuchungen der Eierstöcke durchgeführt.

Entnahme der Eizellen

Um reife Eizellen gewinnen zu können, muss der Eisprung ausgelöst werden. Dies geschieht mit einer sogenannten Auslösespritze, die das Hormon humanes Choriongonadotropin (HCG) enthält. Ca. 34–36 Stunden nach der Verabreichung dieser Auslösespritze erfolgt die Entnahme der Eizellen (Follikelpunktion). Dabei werden die reifen Eizellen unter Ultraschallkontrolle mittels einer speziellen, dünnen Nadel über die Scheide aus dem Eierstock entnommen, und in eine Nährlösung übertragen. Bei uns in der VivaNeo Kinderwunschklinik erhalten Sie für die Follikelpunktion eine leichte Schlafnarkose.

Am Tag der Eizellentnahme benötigen wir die Spermien des Partners, um eine Befruchtung durchführen zu können. Im Labor wird die Samenflüssigkeit aufbereitet, sodass die beweglichen Spermien bereit sind für das Zusammenführen mit den befruchtungsfähigen Eizellen.

Nebenwirkungen und Risiken

Eine hormonelle Stimulation kann Nebenwirkungen verursachen, über die der Arzt die Patienten im Vorfeld aufklärt. Deshalb ist es wichtig, dass der Arzt während der Behandlung regelmäßig die Eizellreifung per Ultraschall überprüft, um eine Überstimulation zu vermeiden und die Risiken zu minimieren.

Wenn bei Ihnen ein unerfüllter Kinderwunsch besteht, beraten Sie die Ärztinnen und Ärzte in unseren Kinderwunschkliniken gerne individuell zu Ihren Möglichkeiten. Nehmen Sie also gerne Kontakt auf.



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