IVF - In-vitro-Fertilisation

 Befruchtung außerhalb des Körpers

Wenn Paare nicht schwanger werden, gibt es mit der In-vitro-Fertilisation - kurz IVF - eine Methode der künstlichen Befruchtung, die weltweit schon Millionen von Paaren zum ersehnten Kind verholfen hat. Bei der IVF wird im Labor eine zuvor entnommene Eizelle mit einer Samenzelle befruchtet.

Bei der IVF erfolgt die Befruchtung der weiblichen Eizellen im IVF-Labor mit zuvor aufbereitetem Samenmaterial. Die Eizellen und Spermien werden dabei in einer speziellen Nährlösung zusammengefügt und die Spermien dringen selbstständig in die Eizellen ein und befruchten diese. Voraussetzung ist, dass die Samenqualität des Partners sehr gut ist, und so eine selbständige Befruchtung der Eizellen gewährleistet wird.

In-vitro-Fertilisation (IVF) – Chancen, Risiken, Ablauf

Wenn Paare nicht schwanger werden, gibt es mit der In-vitro-Fertilisation - kurz IVF - eine Methode der künstlichen Befruchtung, die weltweit schon Millionen von Paaren zum ersehnten Kind verholfen hat.
IVF

Ablauf einer IVF

Bevor Eizellen im Rahmen der IVF mit Samenzellen befruchtet werden können, erfolgt eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke und anschließend die Follikelpunktion, bei der die Eizellen aus dem Eierstock abgesaugt werden. Die Befruchtung der gewonnenen Eizellen erfolgt ein paar Stunden nach der Follikelpunktion. Die Samenzellen für die Befruchtung werden entweder durch Masturbation oder auch aus einer zuvor kryokonservierten Probe gewonnen.

Nach der Befruchtung bis hin zum Embryotransfer werden die befruchteten Eizellen und Embryonen im IVF Labor kultiviert und täglich beurteilt. Die verschmolzenen Zellen teilen sich sehr schnell. Je nach Tag spricht man von unterschiedlichen Entwicklungsstadien:


Tag 1 nach der Eizellpunktion = Vorkernstadium (Pronuklei)
Tag 2 nach der Eizellpunktion = Zwei- bis Vierzellstadium
Tag 3 nach der Eizellpunktion = Achtzellstadium
Tag 4 nach der Eizellpunktion = Beerenstadium (Morula)
Tag 5 nach der Eizellpunktion = Blastozyste (expandierend oder schlüpfend)

Ein Zurückbleiben in dieser Entwicklungsdynamik lässt einen möglichen Defekt der Embryonen erkennen. Nur etwa 50% der Vorkernstadien erreichen das erwünschte Blastozystenstadium, in dem eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten ist. 

Mit dem sogenannten Time Lapse Verfahren bieten die VivaNeo-Kinderwunschkliniken in Österreich Zeitrafferaufnahmen der Embryonen-Entwicklung an, mit dem die besten Embryonen für den Transfer ausgesucht werden können.

Bei ausreichender Anzahl an Embryonen führen wir einen Embryotransfer am Tag 5 nach Punktion durch. Embryonen, die bis zu diesem Zeitpunkt das Blastozystenstadium erreicht haben, weisen ein besonders hohes Implantationspotenzial auf.

Für wen ist eine In-Vitro-Fertilisation geeignet?

Eine In-Vitro-Fertilisation wird insbesondere dann empfohlen, wenn auf natürlichem Wege nach längerer Zeit keine Schwangerschaft eingetreten ist und die diagnostische Abklärung eine der folgenden Ursachen ergeben hat:

Die IVF ist auch für lesbische Paare eine Option mit guten Schwangerschaftschancen bzw. nach mehreren erfolglosen Versuchen einer Insemination (IUI).

Welche Chancen und Risiken hat eine künstliche Befruchtung mit IVF?

Seit der ersten erfolgreichen Schwangerschaft durch IVF im Jahr 1978 ist die medizinische Technik immer weiter verfeinert worden. Heute ist die IVF eine Standardbehandlung, die schon unzähligen Paaren in Österreich zum ersehnten Wunschkind verholfen hat. In den VivaNeo Kinderwunschkliniken liegt die Schwangerschaftsrate bei unter 38 Jährigen bei 52% und bei über 38 Jährigen bei 35% pro Versuch. Generell hängt die Chance auf eine Schwangerschaft stark vom Alter der Frau ab.

Damit liegt die Erfolgsrate unserer drei Kunderwunschklinken über dem Durchschnitt (siehe auch Chancen).

Komplikationen treten bei einer In-Vitro-Fertilisation nur sehr selten auf - ein gewisses Risiko besteht aber dennoch. So kann die hormonelle Stimulation eine erhebliche Vergrößerung der Eierstöcke und damit Beschwerden wie Bauchkrämpfe und Übelkeit verursachen. Das sogenannte Überstimulationssyndrom tritt jedoch nur selten auf. Auch das Risiko einer Eileiterschwangerschaft ist leicht erhöht. Zudem sollten Sie beachten, dass es beim Transfer mehrerer befruchteter Eizellen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsschwangerschaft gibt, die wiederum mit weiteren Risiken assoziiert ist. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen bezüglich der Behandlung jederzeit an unser Team: Die erfahrenen ÄrztInnen-Team der VivaNeo Kinderwunschklinik werden Chancen und Risiken der IVF gern in aller Ruhe mit Ihnen besprechen.

IVF-Naturelle - in-vitro Fertilisation im natürlichen Zyklus

Neben der "klassischen" IVF besteht unter gegebenen Umständen auch die Möglichkeit, eine IVF ohne Hormonstimulation durchzuführen. Das bietet den Vorteil, dass die gereifte Eizelle bereits den natürlichen Selektionsprozess des Eierstockes durchlaufen hat, also eine gute Befruchtungs- und Einnistungsrate verspricht. Der optimale Zeitraum für die Follikelentnahme wird über den Zyklus der Frau errechnet. Sonst verläuft die Behandlung genau wie bei der klassischen IVF.

Die IVF-Naturelle ist eine Option für sogenannte "Low Responders", die auch unter Hormonstimulation nur wenige reife Eizellen bilden, für lesbische Paare, für "High Responders" mit dem Risiko einer Überstimulation sowie für andere Risikopatientinnen (z. B. Thromboseneigung).

Wie hoch sind die Kosten einer IVF?

Seit 2002 gibt es in Österreich durch den IVF-Fonds finanzielle Unterstützung für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch und diagnostizierter körperlicher Unfruchtbarkeit (siehe unten), wobei die Frau unter 41 Jahre alt sein muss. Etwa 70% der Kosten für Behandlung und Medikamente für vier Versuche werden vom IVF-Fonds übernommen. Bei Frauen bis zum Alter von 35 sind die Kosten einer IVF und auch der Selbstbehalt etwas niedriger.

Die finanzielle Unterstützung durch den IVF-Fonds erfolgt unter folgenden Voraussetzungen:

  • es liegt entweder bei der Frau und/oder beim Mann eine der folgenden Fruchtbarkeitsstörungen vor: verschlossene Eileiter, PCO-Syndrom, Endometriose oder eingeschränkte Samenqualität
  • das Paar ist verheiratet oder in einer aufrechten Lebensgemeinschaft (Notariatsakt erforderlich)
  • das Paar ist in Österreich versichert
  • beide Partnern haben eine österreichische Staatsbürgerschaft, eine EU-Bürgerschaft oder einen Aufenthaltstitel; nähere Information unter
    http://www.bmgf.gv.at/home/Service/Broschueren
  • die Frau darf das 40. Lebensjahr und der Mann das 50. Lebensjahr nicht überschritten haben

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