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Insemination IUI (intrauterine Insemination)

Gelingt es bei Kinderwunsch nicht, auf herkömmlichem Wege schwanger zu werden, kann der Arzt/die Ärztin eine sogenannte Insemination (intrauterine Insemination, IUI) vornehmen. Dabei werden mit einem dünnen Schlauch Spermien in die Gebärmutter eingeführt. So wird den Samenzellen der Weg von der Scheide durch den Muttermund zum Eileiter erleichtert bzw. abgenommen.

Homologe und heterologe Insemination

Bei der IUI unterscheidet man zwischen der homologen und der heterologen Insemination. Bei der homologen Insemination stammen die Samen vom Partner der Frau. Bei der heterologen Insemination verwendet man Spendersamen aus einer Samenbank.

Wann ist eine Insemination sinnvoll?

Eine homologe Insemination kann angewendet werden, wenn

  • die Spermienqualität des Mannes leicht eingeschränkt ist, sich also zum Beispiel zu wenige oder zu wenig bewegliche Spermien im Ejakulat befinden
  • das Paar keinen Geschlechtsverkehr haben kann
  • bei der Frau organische Ursachen vorliegen, wie etwa ein verengter Gebärmutterhals
  • ein veränderter Postcoitaltest besteht (dabei wird die Spermienqualität im Zervikalschleim bestimmt)

Eine heterologe Insemination mit Spendersamen wird dann durchgeführt, wenn

  • der eigene Partner unfruchtbar ist, also zum Beispiel keine Samenzellen hat, oder
  • beim männlichen Partner eine schwere Erbkrankheit vorliegt
  • zwei Frauen miteinander ein Baby bekommen möchten (siehe lesbische Paare)

Die Samenspende in Österreich ist nicht anonym. Jedes Kind, das mittels heterologer Insemination gezeugt wurde, hat nach dem 14. Lebensjahr rechtlichen Anspruch auf die Identität des leiblichen Vaters. Allerdings ist es Ihre persönliche Entscheidung, ob das Kind darüber aufgeklärt wird, wer der biologische Vater ist.

Lesbische Paare benötigen vor der heterologen Insemination einen Notariatsakt, in dem der Verwendung der Spendersamen zugestimmt wird. Beide Partnerinnen gelten damit nach der Geburt des Kindes als Eltern.

Wie läuft eine Insemination ab?

1. Den richtigen Zeitpunkt bestimmen

Wichtig ist, dass das Einspritzen der Spermien in die Gebärmutter kurz vor dem Eisprung oder unmittelbar am Tag des Eisprungs stattfindet. Wann der Zeitpunkt des Eisprungs ist, ermitteln Ihre behandelnden Ärzte in der VivaNeo-Klinik mit Ultraschalluntersuchungen und Hormonkontrollen. Da die Eizelle nach dem Eisprung nur 12–24 Stunden befruchtungsfähig ist, spielt optimales Timing eine wichtige Rolle.

2. Sperma aufbereiten

Ist der fruchtbarste Tag in Ihrem Zyklus gekommen, wird frisches oder kryokonserviertes (tiefgefrorenes) Sperma benötigt. Verwenden Sie im Rahmen einer homologen Insemination Frisch-Sperma, muss der männliche Partner an diesem Tag eine Samenprobe abgeben. Dies kann direkt in der VivaNeo-Klinik erfolgen, oder der Mann bringt die Probe von zu Hause mit. Wenn Sie sich dazu entscheiden, die Probe mitzubringen, sollten Sie darauf achten, einen sterilen Becher zu verwenden und die Spermaprobe körperwarm zu transportieren. Der Transport sollte nicht länger als 30 Minuten bis einer Stunde in Anspruch nehmen, damit die Qualität der Samenzellen nicht leidet.

Vor der Insemination wird die Samenflüssigkeit im hauseigenen Labor aufbereitet. Dabei wird das Sperma gereinigt, und die Samen werden von der Samenflüssigkeit getrennt. Im Labor werden möglichst viele vorwärtsbewegliche, normal geformte Samenzellen herausgefiltert, um die Chance auf eine Befruchtung zu erhöhen.

3. Samenflüssigkeit einführen

Die aufbereitete Samenflüssigkeit – etwa 0,5 ml – führt der Arzt bzw. die Ärztin dann über einen weichen, dünnen Silikonschlauch, einen sogenannten Katheter, direkt in die Gebärmutterhöhle ein. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei. Frauen können vor und nach der Insemination zur Arbeit gehen und müssen sich auch nach der Insemination nicht sonderlich schonen.

Nicht zu verwechseln ist die Insemination (IUI) mit der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI). Bei der ICSI wird ein einzelnes Spermium in die Eizelle injiziert, und der später daraus entstehende Embryo wird in die Gebärmutter eingebracht. Die Chancen auf eine Schwangerschaft bei einer ICSI sind in jedem Fall größer als bei einer IUI. Ob bei schlechter Spermienqualität eine IUI oder eine ICSI die für Sie passendere Option ist, erläutern wir gerne bei einem Informationsgespräch.

Hormonelle Stimulation

Die Insemination kann im sogenannten Spontanzyklus der Frau, also in ihrem natürlichen Zyklus, durchgeführt werden. Allerdings sind die Erfolgsaussichten etwas besser, wenn die Reifung der Eizellen durch niedrig dosierte Hormonpräparate unterstützt und der Eisprung gezielt ausgelöst wird. Durch die hormonelle Unterstützung verbessern sich die Chancen, dass sich ein optimal gereiftes Eibläschen entwickelt und durch das gezielte Auslösen des Eisprungs wird der Zeitpunkt für die Insemination genau abgepasst. Allerdings kann dabei das Risiko für eine Mehrlingsschwangerschaft leicht erhöht sein. Zu diesem Thema beraten wir Sie gerne ausführlich bei uns in der Klinik.

Wie sind die Erfolgsaussichten einer Insemination?

Der Vorteil einer Insemination besteht darin, dass sehr viele Samenzellen dicht an die Eizelle herangeführt werden können. Ob eine Schwangerschaft nach der Insemination eintritt, hängt in weiterer Folge von mehreren Faktoren ab – etwa vom Alter der Frau, der Eizellqualität, ihrem körperlichen Zustand, der Spermienqualität des Partners sowie von einer begleitenden Hormonbehandlung.

Im Gegensatz zur künstlichen Befruchtung mit einer vorher entnommenen Eizelle (In-Vitro-Fertilisation, IVF) ist die Insemination eine Fruchtbarkeitsbehandlung mit relativ geringen Erfolgsaussichten beim ersten Versuch. Frauen unter 35 haben pro Insemination eine Wahrscheinlichkeit von etwa 12-18 Prozent schwanger zu werden; Frauen zwischen 35 und 40 haben aufgrund der bereits reduzierten Fruchtbarkeit eine maximal zehnprozentige Chance auf eine Schwangerschaft. Wenn Sie sich für eine Insemination entscheiden, sollten Sie sich also darauf einstellen, dass wahrscheinlich mehrere Versuche notwendig sind, um schwanger zu werden.

Lesbische Paare haben in der Regel etwas höhere Chancen auf eine Schwangerschaft, da bei Ihnen die Ursache der Kinderlosigkeit in der Regel nicht aufgrund von biologischen Einschränkungen entsteht.

Hat die Insemination Risiken oder Nebenwirkungen?

Die Risiken bei einer Insemination ohne hormonelle Stimulation sind sehr gering. Durch die Verwendung von ultraweichen und sehr flexiblen Kathetern kann eine Verletzung der Gebärmutter durch die Insemination praktisch immer ausgeschlossen werden.

Wird vor dem Eingriff eine Hormonbehandlung durchgeführt und erreichen dadurch mehrere Eizellen das letzte Reifungsstadium des „dominanten Follikel“, kann es zu einer Mehrlingsschwangerschaft kommen. Durch die vor der Insemination durchgeführte Ultraschalluntersuchung können jedoch die Anzahl und Größe der Eibläschen gut erfasst und damit das Mehrlingsrisiko relativ sicher abgeschätzt werden. Sind mehrere große Follikel vorhanden, wird die Patientin darüber informiert und der Zyklus ggf. abgebrochen, um ein höhergradiges Mehrlingsrisiko zu vermeiden.

Abgesehen davon können auch die Hormonpräparate Nebenwirkungen für den Körper haben. Kopfschmerzen, Völlegefühl oder Müdigkeit sind z.B. Symptome, die auftreten können. Sehr selten kann es zu einem sogenannten Überstimulationssyndrom kommen. Dabei treten zum Beispiel Übelkeit, starke Bauchschmerzen, Atemnot oder Flüssigkeitsansammlungen im Bauch auf.

All diese Komplikationen sind selten und werden im Rahmen Ihres Gespräches vor der Behandlung mit dem Arzt/der Ärztin die individuell erläutert.

Wie hoch sind die Kosten?

Die Kosten für eine Insemination hängen davon ab, ob im Vorfeld eine hormonelle Stimulation durchgeführt wird oder nicht. Die aktuellen Kosten entnehmen Sie bitte der VivaNeo Kostenübersicht.

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