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Social Freezing in Österreich

Während Social Freezing beispielsweise in den USA oder auch in Deutschland bereits seit einigen Jahren als reguläre Behandlungsmethode im Rahmen der Kinderwunschbehandlung anerkannt ist, darf das Einfrieren von Eizellen (die sogenannte Kryokonservierung) in Österreich bisher nur bei medizinischer Notwendigkeit durchgeführt werden. Diese medizinische Notwendigkeit besteht z. B.:

  • wenn aufgrund einer Krankheit bzw. einer entsprechenden Therapie (z.B. Chemotherapie) irreversible Schädigungen des Erbguts zu erwarten sind. 

In diesen Fällen kann eine künstliche Befruchtung mit Hilfe einer Eizellen in einer österreichischen VivaNeo Kinderwunschklinik durchgeführt werden. Sozial Freezing, also das bewusste Einfrieren von Eizellen in jungen Jahren für eine spätere Verwendung, ist in Österreich nicht erlaubt.

Social Freezing: Biologische Hintergründe

Auch wenn Sozial Freezing heuer in Österreich nicht erlaubt ist, möchten wir nachfolgend die Methode erklären und die Unterscheidung zur Kryokonservierung erläutern. 

Die Anzahl verfügbarer Eizellen steht bei jeder Frau bereits bei der Geburt fest, denn im Laufe des Lebens werden keine neuen Eizellen mehr gebildet. Mit zunehmendem Alter reduziert sich diese Eizellreserve.

Wie verläuft das Social Freezing genau ab?

Social Freezing lässt sich in drei wesentliche Abschnitte gliedern:

1. Eizellentnahme

Entschließt sich eine Frau für Social Freezing, ist der erste Schritt die Entnahme von möglichst vielen Eizellen. Dazu wird in der Regel eine Hormonbehandlung zur Stimulierung der Eizellreifung durchgeführt. Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen erlauben die genaue Beobachtung des Reifezustands der Eibläschen. Zum geeigneten Zeitpunkt werden die Eizellen dann unter einer kurzen Narkose mit einer dünnen Nadel durch die Vagina entnommen. 

Dabei besteht für die Frau kein Grund zur Annahme, dass sich die natürliche Eizellreserve durch diese Entnahme von mehreren Eizellen verringern könnte. So wird in jedem Monat eine bestimmte Anzahl von Eizellen „empfänglich“ für die Stimulation. Während sich im natürlichen Zyklus ein einzelner Follikel gegen die anderen Follikel durchsetzen und die anderen Eizellen dieses Zyklus verloren gehen würden, wird durch die Stimulation auf diesen sonst verlorengehenden Monats-Eizell-Pool zugegriffen.

2. Lagerung der Eizellen nach der Entnahme

Die gewonnenen Eizellen werden bei minus 196 °C eingefroren und können in diesem Zustand jahrzehntelang sicher gelagert werden. Je mehr Eizellen gelagert werden, umso größer ist später die Chance, den Kinderwunsch verwirklichen zu können. Die aktuell verlässlichsten Studien gehen bei 10 gelagerten Eizellen von 40%, bei 12 Eizellen von 60 % und bei 20 Eizellen von 90 % Chance auf eine nachfolgende Lebendgeburt aus, wenn diese in der optimalen Lebensphase (also unter 30 Jahre) entnommen wurden.

3. Befruchtung mit dem Samen des Mannes

Sollte sich ein späterer Kinderwunsch nicht auf natürlichem Weg erfüllen, kann das Paar auf die kryokonservierten Eizellen zurückgreifen. Diese werden mit dem Samen des Partners (oder eines Samenspenders) außerhalb des Körpers befruchtet (In-vitro-Fertilisation). Anschließend werden ein bis drei der entstandenen Embryonen in die Gebärmutter übertragen. 

Funktioniert das Social Freezing auch für den Mann?


Auch beim Mann besteht die Möglichkeit, sowohl Spermien als auch Hodengewebe über viele Jahre hinweg einzufrieren. Zum passenden Zeitpunkt kann dann der Kinderwunsch durch eine künstliche Befruchtung erfüllt werden. Für die Kryokonservierung des Ejakulates wird eine Samenprobe abgeben. Diese Probe wird in unserem Labor untersucht, dann mit einem Kryoprotektivum versehen und danach eingefroren.

Seit 50 Jahren werden Spermien erfolgreich eingefroren

Samenzellen werden schon seit über 50 Jahren erfolgreich kryokonserviert, um dann beispielsweise mittels IVF zur Verwendung zu kommen. Da die sensible Eizelle jedoch mit ihren fragilen inneren Strukturen, deren Cytoskelett sehr verletzlich gegenüber Eiskristallbildung ist, ist dies eine heikle Angelegenheit. Die Forschung hat aber inzwischen mit dem Einfrieren und Auftauen von Eizellen ein weites Tor für die künstliche Befruchtung aufgetan. 

Wann ist der optimale Zeitpunkt für Social Freezing?

Da die natürliche Schwangerschaftschance bereits etwa ab dem 30. Lebensjahr sinkt, ist es sinnvoll, Social Freezing möglichst früh durchzuführen. Die aktuell verlässlichsten Studien gehen bei 10 gelagerten Eizellen von 40 %, bei 12 Eizellen von 60 % und bei 20 Eizellen von 90 % Chance auf eine nachfolgende Lebendgeburt aus, wenn diese in der optimalen Lebensphase (also unter 30 Jahre) entnommen wurden.

Wie viele Eizellen sollten für das Social Freezing entnommen werden?

Social Freezing erhöht zwar die Wahrscheinlichkeit einer späteren Schwangerschaft, kann sie jedoch nicht garantieren. Um die Chancen weiter zu erhöhen, werden deshalb in der Regel mehrere Eizellen eingefroren und gelagert. Je älter eine Frau zum Zeitpunkt des Social Freezings ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für eine spätere Schwangerschaft, da die Eizellqualität bereits beeinträchtigt ist. Es sollten daher möglichst viele Eizellen entnommen werden, was sich in dieser Situation wiederum schwierig gestalten kann, da häufig auch bereits die Eizellreserve reduziert ist. Unter Umständen sind daher mehrere Hormonstimulationen und Eizellentnahmen notwendig.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei dieser Behandlung?

Studien zufolge zeigen durch Egg Freezing gezeugte Kinder ein vergleichbares Risiko zu Kindern, welche bei normalen IVF/ICSI-Zyklen gezeugt wurden. Die für das Social Freezing notwendige Hormonbehandlung ist für Frauen in der Regel nur mit einer geringen körperlichen Belastung verbunden. Ein Überstimulationssyndrom tritt heute kaum noch auf, da es inzwischen geeignete Stimulationsprotokolle gibt. 

Was zahlen die Krankenkassen?

Die Kosten des Social Freezings werden von den Krankenkassen bislang nicht erstattet, da Social Freezing in Österreich nicht erlaubt ist. 

Neben den Kosten für die Hormonbehandlung und Eizellentnahme fallen Gebühren für das Einfrieren der Eizellen sowie jährlich für die Lagerung an. Beim Zurückgreifen auf die eingefrorenen Eizellen kommen die Kosten für die In-Vitro-Fertilisation hinzu.

Bevorratung von Eizellen in unseren Kinderwunschkliniken in Österreich durch Kryokonservierung.

Unterschiede zwischen Social Freezing und Krykonservierung

Für die Kryokonservierung werden menschliche Zellen bzw. Zellgewebe entnommen, im Labor für das Tieffrieren vorbereitet und schließlich in flüssigem Stickstoff auf - 196 °C heruntergekühlt. Auf diese Weise können die Zellen über Jahre konserviert werden, ohne dass ihre Struktur oder die Zellfunktion Schaden nimmt. Bei bestehendem Kinderwunsch können die Eizellen kontrolliert aufgetaut, beziehungsweise Eierstockgewebe für eine Re-Transplantation vorbereitet und anschließend für eine künstliche Befruchtung verwendet werden. In Österreich ist die Kryokonservierung unbefruchteter und befruchteter Eizellen für bis zu zehn Jahre möglich. 

Kryokonservierung unbefruchteter Eizellen (Oozyten)

Da der Wasseranteil unbefruchteter Eizellen höher ist als der eines Embryos, ist das Risiko von Zellschäden durch Eiskristalle bei der Kryokonservierung proportional höher. Um dieses Risiko zu minimieren, wenden unsere Experten in den VivaNeo Kinderwunschkliniken die sogenannte Vitrifikation (Verglasung) an, bei der die Zellen besonders schnell heruntergekühlt werden.

Kryokonservierung von befruchteten Eizellen

Das Einfrieren befruchteter Eizellen im Vorkernstadium (Pronukleusstadium) bietet sich zum Beispiel für überschüssige Eizellen nach einer IVF oder zur Bevorratung bei drohender Unfruchtbarkeit an, etwa bei einer Krebserkrankung. Dafür werden entnommene Eizellen mit dem Samen des Partners befruchtet und vor dem Verschmelzen der männlichen und der weiblichen Vorkerne tiefgefroren. Nach dem Auftauen und der weiteren Kultivierung im Labor entwickelt sich die Eizelle, bzw. der Embryo normal weiter und kann in die Gebärmutter übertragen werden.

Einfrieren von weiterem Gewebe – Kryokonservierung in Österreich

Neben Eizellen können in Österreich auch Spermien, biopsiertes Hodengewebe sowie Eierstockgewebe kryokonserviert werden. Unsere Ärzte in den Kinderwunschkliniken werden Sie im Rahmen Ihrer Kinderwunschbehandlung ausführlich zu den Möglichkeiten einer Kryokonservierung beraten und Ihnen Ablauf und Kosten der Behandlung im Einzelfall erläutern. 

Was bezeichnet der Begriff Kryokonservierung?


Kryokonservierung bedeutet „Einfrieren für eine längere Fruchtbarkeit“. Dieses Verfahren hat sich seit den 1980er-Jahren immer weiterentwickelt. Heute bietet die Vitrifikation (das Schnelleinfrieren) die sicherste Methode, um die Qualität der Eizellen auch über einen längeren Zeitraum zu bewahren.


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