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Per ERA-Test Implantationsfenster ermitteln

Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ist nur für kurze Zeit ist in der Lage, einen Embryo erfolgreich einnisten zu lassen. Bei einer künstlichen Befruchtung wird daher angestrebt, die in-vitro gezeugten Embryonen jeweils zum optimalen Einnistungszeitpunkt zu implantieren. Der ERA-Test (Endometrial Receptivity Array) ermöglicht eine präzise Bestimmung des sogenannten Implantationsfensters: Durch die genetische Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut lässt sich deren „Empfangsfähigkeit“ feststellen.

ERA-Test  - Genetische Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut


Über den Zyklus hinweg ist der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zum größten Teil hormonell gesteuert. Wann genau die Gebärmutterschleimhaut für die Einnistung der befruchteten Eizelle bereit ist, ist dabei von Frau zu Frau unterschiedlich.

Das ERA-Verfahren untersucht eine Gruppe von 238 Genen in der Gebärmutterschleimhaut. Der Zustand dieser Gene gibt Aufschluss über die Rezeptivität, also die Empfangsfähigkeit der Schleimhaut, am Tag der Untersuchung. So kann genau bestimmt werden, an welchem Zyklustag die Gebärmutterschleimhaut für die Implantation bzw. für die Einnistung bereit ist.

Wie läuft der ERA-Test ab?

1. Hormonuntersuchung

Bei einem natürlichen Zyklus wird der ERA-Test sieben Tage nach dem Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) im Zyklus der Frau durchgeführt. Alternativ kann der Zyklus über gezielte Hormongaben (HRT-Zyklus mit Östrogen- und Progesterongaben) künstlich gesteuert werden. Sechs Tage nach Beginn der Progesterongabe wird die Biopsie durchgeführt.

2. Biopsie

Mit einem Plastikkatheter werden über die Vagina kleine Gewebeproben aus der Gebärmutter entnommen. Der Eingriff geht schnell und ist weitgehend schmerzlos.

3. Genetische Untersuchung

Die Gewebeprobe wird sofort nach der Entnahme für die genetische Untersuchung in ein Speziallabor in Spanien geschickt. Ergibt die genetische Untersuchung, dass das Gewebe am Tag der Biopsie rezeptiv ist, kann ein personalisierter Embryotransfer (pET) für einen der nächsten Zyklen geplant werden. Je nach Ergebnis kann der Embryotransfer am richtigen Tag geplant werden.

In welchen Fällen ist das ERA-Verfahren sinnvoll?

Auch in unseren Kinderwunschkliniken bieten wir den ERA-Test an. Das ERA-Verfahren ist keine Routineuntersuchung. Die genetische Untersuchung im Speziallabor und die Biopsie sind mit Aufwand und Kosten verbunden. Daher empfehlen unsere Ärzte den ERA-Test vor allem bei Frauen mit wiederholt erfolglosen Embryotransfers trotz guter Embryonen und normal aufgebauter Schleimhaut.

Natürlich beraten wir Sie gern persönlich zu den Einzelheiten des ERA-Verfahrens und zu den Erfolgsaussichten in Ihrem individuellen Fall – sprechen Sie unser Klinik-Team jederzeit an.

Diese Leistung bieten wir Ihnen in den folgenden Zentren an

Klagenfurt

Diese Behandlung bieten wir Ihnen auch in unserer Kinderwunschklinik in Klagenfurt an.

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