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Rauchen und Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch

Rauchen vermindert nachweislich die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern, verringert die Erfolgschancen von Fruchtbarkeitsbehandlungen und schadet bei Eintreten einer Schwangerschaft dem ungeborenen Kind. Bei Frauen kann sich das Rauchen negativ auf die Eizellreifung und den Hormonkreislauf auswirken und somit eine erfolgreiche Kinderwunschbehandlung stark beeinträchtigen. Männliche Raucher produzieren häufig weniger Spermien. Außerdem enthalten die Spermien von Männern mehr Giftstoffe und weniger Abwehrstoffe. So wirken sich sowohl das Rauchen als auch das Passivrauchen negativ auf die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern aus – ein möglicher Faktor, warum es bei Kinderwunschpaaren vielleicht bisher noch nicht geklappt hat mit dem Schwangerwerden.

Rauchen und Fruchtbarkeit – Auswirkungen bei der Frau

Die schädigende Wirkung verschiedener Inhaltsstoffe von Zigarettenrauch ist weitreichend dokumentiert, sodass Frauen nachweislich weniger empfängnisbereit sind als Nichtraucherinnen. Bei Frauen hat Rauchen vor allem negative Auswirkungen auf die Eierstockfunktionen und den für die Eizellreifung verantwortlichen Hormonkreislauf. Zudem senkt es die Konzentration der weiblichen Hormone im Blut (Östrogen und Progesteron).

Raucherinnen neigen im Vergleich zu Nichtraucherinnen außerdem vermehrt zu Frühgeburten und ihre Kinder haben ein höheres Risiko, unreif zur Welt zu kommen.
Außerdem ist der Gebärmutterhalsschleim verändert und stört das Eindringen von Samenfäden in die Gebärmutter, wodurch eine mögliche Schwangerschaft ebenfalls deutlich gestört wird. 

Raucherinnen und künstliche Befruchtungen

Insgesamt geht man davon aus, dass ein täglicher Konsum von 20 Zigaretten die Wartezeit auf eine erwünschte Schwangerschaft im Vergleich zu Nichtraucherinnen verdoppelt. Vor diesem Hintergrund sinken auch die Erfolgschancen von Raucherinnen bei künstlichen Befruchtungen. Damit verbunden sind durchschnittlich längere und höher dosierte hormonelle Behandlungen, während es zu deutlich weniger Schwangerschaften und Lebendgeburten kommt.

Unerfüllter Kinderwunsch bei Frauen – Auswirkungen des Rauchens:

  • Bei rauchenden Frauen ist die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis im Zyklus um 20-40 % reduziert 
  • Bei Raucherinnen entwickeln sich im Durchschnitt weniger Eizellen als bei Nichtraucherinnen.
  • Das Risiko eines Nichterfolges in der Kinderwunschbehandlung ist bei rauchenden Frauen größer als bei Nichtraucherinnen.

Rauchen in der Schwangerschaft

Falls die Kinderwunschbehandlung erfolgreich ist, kann nach Eintritt einer Schwangerschaft durch das Rauchen die Sauerstoffversorgung des Kindes erheblich verschlechtert sein. Durch diese Mangelversorgung kommt es dann häufiger zu Wachstumsverzögerungen bei den Kindern. 

Rauchen und Fruchtbarkeit – Auswirkungen beim Mann

Rauchende Männer produzieren im Vergleich zu Nichtrauchern durchschnittlich weniger Spermien und auch die Beweglichkeit wird vermindert. In ihrer Samenflüssigkeit finden sich außerdem häufiger erhöhte Werte von Cadmium und Blei und eine verminderte Konzentration von Abwehrstoffen wie Vitamin C. Nicht zuletzt lassen sich bei Spermien von Rauchern vermehrt Genschäden feststellen.  

Wie bei rauchenden Frauen sind die Erfolgschancen von Rauchern bei einer künstlichen Befruchtung deutlich vermindert. Das gilt insbesondere, wenn beide Partner rauchen.

Unerfüllter Kinderwunsch bei Männern – Auswirkungen des Rauchens:

  • Raucher produzieren eindeutig weniger Spermien.
  • Die Spermien von Rauchern enthalten mehr Giftstoffe und weniger Abwehrstoffe.
  • Rauchen vermindert die Beweglichkeit und Größe der Spermien.
  • Bei Rauchern kommt es zu einer häufigen Schädigung des genetischen Materials oder der DNS der Spermienzellen.
  • Das heißt im Umkehrschluss: Für Männer, die nicht rauchen, steigt die Chance für eine erfolgreiche künstliche Befruchtung deutlich an.

Kinderwunschbehandlung bei Nichtrauchern erfolgreicher

Paare, die sich mit Hilfe einer Kinderwunschbehandlung Nachwuchs wünschen, sollten in jedem Fall auf einen gesunden Lebensstil und in jedem Fall auch über das Nichtrauchen nachdenken.

Denn Punkte wie ErnährungAlkohol, Übergewicht und Untergewicht, Stress und eben auch das Rauchen können die Wahrscheinlichkeit für eine mögliche Schwangerschaft negativ beeinflussen.

Falls bisher die Motivation gefehlt hat, mit dem Rauchen aufzuhören, ist eine Kinderwunschbehandlung der richtige Zeitpunkt dafür, da Rauchen bei Frauen und Männern die Empfängnisbereitschaft entscheidend beeinflussen kann. Falls Sie noch mehr wissen wollen über den Zusammenhang von Rauchen und Kinderwunsch, dann nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf.

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