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Spermienqualität als Ursache für unerfüllten Kinderwunsch

Man spricht bei Paaren von einer Infertilität oder auch Sterilität, wenn trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft eingetreten ist. In mindestens der Hälfte der Fälle werden als Grund Fertilitätsstörungen auf Seiten des Mannes festgestellt. Die häufigste Ursache einer Unfruchtbarkeit beim Mann, ist dabei die unzureichende Produktion normal geformter und ausreichend beweglicher Samenzellen. 

Dabei sind folgende Faktoren für die Beurteilung der Samenqualität ausschlaggebend:

  • die Spermiendichte (Anzahl der Spermien pro Milliliter)
  • die Spermienbeweglichkeit (Mobilität)
  • die Spermienoptik (Morphologie)

Ist nur einer der Punkte auffällig, kann eine eingeschränkte Fruchtbarkeit des Mannes vorliegen und die Frau wird in Folge nicht schwanger.

Die Kinderwunschkliniken Wels und Wien sind Mitglieder der "Qualitätskontrolle der deutschen Gesellschaft für Andrologie (Männerheilkunde)" (QuaDeGA).

Das Spermiogramm als Diagnosemethode

Um die entscheidenden Faktoren zur Quantität und Qualität der Spermien auszuwerten, wird ein sogenanntes Spermiogramm erstellt. Es zeigt eine Momentaufnahme der Samenqualität. Um sicherzustellen, dass ein korrektes Ergebnis der Samenprobe vorliegt, sollte das Spermiogramm jedoch wiederholt und das Ergebnis bestätigt werden.

Methoden zur Behandlung bei verminderter Fruchtbarkeit

  • Ist trotz aller Versuche die Spermienqualität nicht ausreichend, können Kinderwunschpaare auf die Insemination zurückgreifen, wobei die kräftigsten Samenzellen herausgefiltert und direkt in die Gebärmutter eingeführt werden.
  • Die Methode, die den größten Erfolg verspricht ist jedoch die In-Vitro-Fertilisation (IVF). Also eine Befruchtung der Eizelle außerhalb des Körpers und anschließender Übertragung in die Gebärmutter.
  • ICSI
  • TESE
  • Letztlich können Paare auch noch auf eine Samenspende zurückgreifen.

Hausaufgaben zur Verbesserung der Samenqualität

Eine gesunde Lebensweise und ausgewogene Ernährung kann die Spermienqualität verbessern. Allerdings nur eine längerfristige Änderung des Lebensstils (mindestens über drei Monate).  Zu den möglichen Einflusspunkten gehört

  • ausreichend Bewegung
  • eher mäßiger Alkoholkonsum
  • die Einnahme ungesättigter Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren), wie sie zum Beispiel in Fisch zu finden sind
  • Ausreichender Verzehr von Obst und Gemüse
  • nur mäßiger Konsum von Koffein
  • die tägliche Einnahme von bis zu 1500 mg des Pulvers der Macapflanze
  • ausreichend sexuelle Aktivität (mindestens zweimal wöchentlich)
  • die Vermeidung von im Schritt zu enganliegenden Hosen
  • möglichst wenig Stress
  • und die Vermeidung von Umweltgiften, wie Lacke und Spritzmittel
  • ebenso wie zu heiße Bäder und vor allem Saunabesuche
  • oder Sitzheizungen im Auto

Auch bei Krankheit kann die Spermienqualität vorübergehend stark beeinträchtigt sein. Wie zum Beispiel durch eine Grippe, dementsprechend hohem Fieber, Entzündungen, die Einnahme von Antibiotika, etc.).

Bis zur vollständigen Regeneration der Spermienproduktion können bis zu 12 Wochen verstreichen. 

Die männliche Seite der Fortpflanzung verstehen

Die Bildung der Samenzellen im Hoden wird von den Hormonen FSH und LH der Hirnanhangdrüse gesteuert. Ab der Pubertät werden millionenfach Spermien gebildet. Die endgültige Ausreifung findet im Nebenhoden statt.

Bei der Ejakulation gelangen die Spermien über die Samenleiter und die Harnröhre nach außen und so beim Geschlechtsverkehr über die Scheide in die Gebärmutterhöhle und von dort in die Eileiter. Deshalb ist eine ausreichende Konzentration an beweglichen und gesunden Spermien nötig, um die Befruchtung der Eizelle zu ermöglichen. Samenzellen können bis zu 5 Tage im Eileiter überleben und dort auf den Eisprung warten.

Das Spermium: Aufbau einer Samenzelle

Gesunde Samenzellen bestehen aus einem Kopf, in dem die Erbanalgen sitzen, einem Mittelstück und einem Schwanz. Mittelstück und Schwanz ermöglichen dem Spermium die Vorwärtsbewegung – je zügiger, desto besser. Deshalb werden im Spermiogramm sowohl die Spermienoptik (Morphologie) als auch die Spermienbeweglichkeit (Mobilität) überprüft. VivaNeo Kliniken beraten Patienten selbstverständlich zur Notwendigkeit der Untersuchungen, zu den Diagnoseergebnissen und zu den daraus resultierenden Behandlungen.

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