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Chancen bei künstlicher Befruchtung, wie IVF, Insemination oder ICSI

Um die Aussicht auf Erfolg bei Kinderwunsch zu messen, kann man sich an den Schwangerschafts-, aber vor allem an den Geburtenraten nach der Behandlung orientieren. Denn die Geburt eines Babys ist das Ziel. Und die Entstehung einer Schwangerschaft ist leider noch kein Garant auf eine erfolgreiche Geburt, da ein gewisser Prozentsatz der frühen Schwangerschaften in eine Fehlgeburt enden kann. Das ist jedoch auch bei spontan entstandenen Schwangerschaften der Fall.

Wahrscheinlichkeit einer „regulären“ Schwangerschaft

Einer der Hauptfaktoren für eine erfolgreich verlaufende Schwangerschaft ist das Alter der Frau, beziehungsweise dementsprechend ihrer Eizellen. So können Frauen unter 35 Jahren bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr mit einer Schwangerschaftswahrscheinlichkeit von 80 Prozent in den ersten Monaten rechnen. Nach einem Jahr steigt die Rate auf 90 Prozent. Bei den verbleibenden 10 Prozent, die in diesem Zeitraum und unter diesen Voraussetzungen nicht schwanger werden, muss von einer Subfertilität, also einer reduzierten Fruchtbarkeit ausgegangen werden. Bleibt also nach ungefähr 6 bis 12 Monaten eine Schwangerschaft aus, ist es sinnvoll, sich in einer Kinderwunschklinik untersuchen und beraten zu lassen.

Erfolgsraten und Fakten bei künstlicher Befruchtung

Für die Schwangerschafts- und die Geburtenrate ist es von großer Bedeutung, wie die erfasste Patientengruppe sich zusammensetzt.  Denn mit zunehmendem Alter sinkt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit, auch bei Kinderwunschbehandlungen.

In-Vitro-Fertilisationen (IVF)  - Chancen

  • Das DIR (deutsches IVF Register, www.deutsches-ivf-register.de) Jahrbuch 2017 weist bei IVF eine durchschnittliche Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer bei einem Altersdurchschnitt der Frauen von fast 36 Jahren von etwa 35 Prozent aus.
  • Dabei haben 30jährige Frauen nach dem DIR eine mit 40 Prozent deutlich bessere Erfolgsrate, während die Schwangerschaftsrate bei den 42jährigen Frauen nur noch bei 20 Prozent pro Embryotransfer liegt (Abbildung 1).
  • Die Wahrscheinlichkeit ein Baby zu bekommen ist also individuell sehr unterschiedlich und beträgt bei einer IVF-Behandlung etwa 20 bis 30 Prozent. Das DIR weist eine durchschnittliche Geburtenrate von 22,5 Prozent aus.
  • Falls durch ein Therapieversagen oder einen Verlust der primär eingetretenen Schwangerschaft erneute Behandlungen notwendig sind, bleibt die zyklusbezogene Erfolgswahrscheinlichkeit für die nächsten 6 Zyklen fast unverändert hoch. Betrachtet man mehrere Behandlungen, kann zusätzlich die sogenannte kumulative Schwangerschaftsrate dargestellt werden, die noch größere Erfolgschancen verspricht: Nach 4 IVF-Zyklen werden 60 bis 70 Prozent der Frauen schwanger (laut DIR 66 Prozent).
    Dabei kommt es in rund 20 Prozent der IVF-Bandlungen zur Entstehung von Zwillingen.

Intrauterine Insemination (IUI) – Chancen

  • Die Erfolgsrate bei einer Insemination ist im Vergleich zur IVF niedriger anzusetzen. Für eine erfolgreiche Inseminationsbehandlung sollten mindestens mehr als 5 Millionen progressiv bewegliche Spermien nach der Aufbereitung des Ejakulates nachweisbar sein. Da die Geburtenrate nach Inseminationsbehandlungen nur 8 bis 9 Prozent beträgt, sollte das Verfahren nur bei geeigneten Patienten durchgeführt werden. Patienten im Alter von über 38 Jahren wird aufgrund der altersbedingt abnehmenden Schwangerschaftschance die Inseminationsbehandlung nicht mehr empfohlen.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) – Chancen

  • ICSI: Laut IVF-Fonds Österreich liegt die Schwangerschaftsrate nach einer Intrazytoplasmatische Spermieninjektion bei knapp 35 Prozent. Das richtet sich ähnlich wie bei der IVF nach dem Alter der Frau. Bei der ICSI-Therapie wird die Samenzelle direkt in das Zytoplasma (Ooplasma) einer Eizelle eingeführt.

Kryokonservierung (Kryo) – Chancen

  • Kryo: Die Schwangerschaftsrate bei künstlichen Befruchtungen nach Kryokonservierung liegt laut IVF-Fonds Österreich bei gut 33 Prozent.

Individuelle Chancen bei Kinderwunsch

Außer der durchschnittlichen Schwangerschafts- und Geburtenrate, müssen Kinderwunsch-Paare immer noch ihre persönliche Situation berücksichtigen, um die eigenen Aussichten auf Erfolg einschätzen zu können. Auch bei einer realistischen Bewertung einer Chance auf die Geburt eines Kindes, kann eine Kinderwunschklinik helfen.  Einer der wichtigsten Faktoren ist dabei immer das Alter der Frau und ihrer Eizellen.

Man kann davon ausgehen, dass der Altersdurchschnitt in den meisten deutschen IVF-Zentren mit geringfügigen Abweichungen vergleichbar hoch ist. In der VivaNeo-Gruppe sind zwischen den Kliniken leichte Unterschiede in den Zusammenstellungen der Altersgruppierungen ersichtlich (Abbildung 2). Sie liegen dabei mit ihren Behandlungserfolgen über den bundesweit erhobenen Ergebnissen des DIR, beziehungsweise über den ermittelten Durchschnittsergebnissen des österreichischen IVF Fonds.

Kinderwunschkliniken

Das Ziel der Arbeit in unseren Kliniken ist es, durch eine umfassende Diagnostik mögliche Risikofaktoren für Ihre Schwangerschaft zu identifizieren und die Gefahr einer Fehlgeburt zu minimieren, um eine hohe Geburtenrate zu erzielen – und damit Patienten bei ihrem Wunsch Eltern zu werden, unterstützen zu können. Die VivaNeo-Gruppe liegt dabei mit ihren Behandlungserfolgen über den bundesweiten Ergebnissen des DIR.

Besuchen Sie unsere VivaNeo Kliniken Wien, Wels und Klagenfurt.

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