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Einsatz von Medikamenten bei einer künstlichen Befruchtung (IVF)

Um die künstliche Befruchtung zu unterstützen bzw. zu ermöglichen gibt es eine Reihe von Medikamenten. Diese werden z. B. eingesetzt, um die Follikelproduktion und das Heranreifen der Follikel zu begünstigen, den Eisprung auszulösen und um die bestmögliche Situation für eine Insemination zu schaffen. Hier finden Sie einen Überblick.

Hormone steuern den weiblichen Zyklus

Der weibliche Zyklus ist kein Uhrwerk und kann sich von Monat zu Monat unterscheiden. Allerdings bringt die natürliche Ausschüttung von Hormonen eine gewisse Regelmäßigkeit mit sich. Diese Hormone sind maßgeblich am Ablauf des Zyklus beteiligt: 

  • follikelstimulierendes Hormon (FSH) und luteinisierendes Hormon (LH) beeinflussen die Follikelreifung in den Eierstöcken. Darüber hinaus steuern sie die Produktion von Progesteron und Östrogen, die einen Einfluss auf den Ablauf des Zyklus haben.
  • Prolaktin wirkt auf den Ablauf des weiblichen Zyklus. Ist der Prolaktinwert zum Beispiel durch die Einnahme von Medikamenten erhöht, kann das zu einem Ausbleiben des Eisprungs führen.

Gezielter Einsatz von Hormon-Medikamenten in der Kinderwunschbehandlung

Ist die Ausschüttung der Hormone aus unterschiedlichen Gründen im Ungleichgewicht, führt das zu einem unregelmäßigen Zyklus. Durch den Einsatz von Hormonen im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung können die Abläufe während des Zyklus gesteuert und das Zeitfenster für eine mögliche Befruchtung besser vorhergesagt werden.

Medikamente bei hormonellem Ungleichgewicht

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Hormonbehandlung sind eine ausreichende Fruchtbarkeit des Mannes und durchgängige Eileiter. Die Hormonbehandlung ist eine Methode, die immer in Kombination mit dem Follikelmonitoring eingesetzt wird. Sie ist notwendig bei Frauen mit einem hormonellen Ungleichgewicht, in deren Folge es zu Störungen der Follikelreifung und des Eisprungs kommt. 

Frauen mit PCO-Syndrom

Häufig besteht eine veränderte Freisetzung der Sexualhormone (Gonadotropine) FSH und LH aus der Hypophyse, einer Hormondrüse. Ein Beispiel hierfür ist das polyzystische Ovarialsyndrom, kurz PCO-Syndrom. Bei Frauen mit einem PCO-Syndrom kommt es zu einer erhöhten LH-Sekretion, also einer gesteigerten LH-Freisetzung, und einer vermehrten Bildung von Testosteron aus dem Eierstock. Jene Frauen mit einem PCOS können unter Zyklusunregelmäßigkeiten, bis zum Ausbleiben der Menstruation, und Zeichen einer verstärkten Wirkung der männlichen Hormone (Akne, Hautprobleme) leiden.

Die hormonelle Stimulationsbehandlung mit Medikamenten

Vor dem Beginn der hormonellen Stimulationsbehandlung wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um Zysten auszuschließen. Zusätzlich wird auch eine Blutuntersuchung vorgenommen. Eine Hormontherapie kann mit einer Anregung der Hirnanhangsdrüse durch Clomifentabletten oder einer direkten Stimulation der Follikelreifung im Eierstock mit FSH-Spritzen erfolgen. Hierdurch wird die Ausschüttung des eigenen follikelstimulierenden Hormons gefördert. Das Ziel dieser Behandlung ist die Entwicklung eines Follikels und das Erreichen eines Eisprungs.

Vaginale Ultraschalluntersuchungen und Hormonanalysen aus dem Blut

Die wesentlichsten Informationen zur Steuerung der Hormonstimulation kann der Arzt durch vaginale Ultraschalluntersuchungen und Hormonanalysen aus dem Blut gewinnen. Ein Risiko der Behandlung ist ein multifollikuläres Wachstum, also die Entwicklung von mehr als einem Eibläschen. Bei einem daraus entstehenden höhergradigen Mehrlingsrisiko muss die Behandlung im Einzelfall abgebrochen werden.

In der Regel ist nach etwa 10-14 Tagen ein etwa 18 mm großer Follikel zu sehen und es erfolgt die Auslösung des Eisprungs mit einer HCG-Injektion (Ovulationsinduktion). Der Eisprung selbst findet etwa 24 - 36 Stunden später statt. In dieser Zeit kann das Paar die Schwangerschaft auf natürliche Weise anstreben, also Geschlechtsverkehr haben. Im Einzelfall kann auch eine Übertragung vorbereiteter Spermien durch eine Insemination erfolgen.

Welche Medikamente werden bei künstlicher Befruchtung eingesetzt?

Clomifen 
Clomifen führt in der Hirnanhangdrüse zu einer vermehrten Ausschüttung des Gonadotropin-Freisetzungshormons. Dieses führt zu einem deutlichen Anstieg von FSH - dem follikelstimulierenden Hormon. FSH stimuliert das Eibläschenwachstum im Eierstock. In Verbindung mit der Einnahme von Clomifen wird in Einzelfällen über Hitzewallungen und Schweißausbrüche geklagt. Ein großer Nachteil von Clomifen ist, dass meistens die Gebärmutterschleimhaut nicht schön aufgebaut ist.

Merional, Fostimon, Bravelle, Menopur, Menogon HP ist humanes Menopausengonadotropin (hMG)
Vorläufer des rekombinanten (gentechnisch hergestellten) FSH ist das so genannte humane Menopausengonadotropin (hMG), eine Mischung aus urinärem FSH und urinärem LH. hMG war die erste Gonadotropinzubereitung, die zur Stimulation der Eierstöcke zur Verfügung stand. Es wird auch heute noch eingesetzt, da es vergleichsweise günstig im Anschaffungspreis und die Wirkung auf die Eierstöcke ausgezeichnet ist. 

Enantone gyn depot-, Zoladex-, Decapeptyl Depot-Spritze, Decapeptyl 0,1 sind GnRH-Agonisten zur Downregulation 
Bei der IVF-Behandlung ist ein Eisprung nicht erwünscht, da die Eizellen aus den Eibläschen gewonnen werden (Punktion). Man gibt daher zusätzlich ein weiteres Hormon. Diese Maßnahme wird als "Downregulation" bezeichnet, um den Eisprung zu verhindern. 

Orgalutran und Cetrotide sind GnRH-Antagonisten 
Eine andere Form der Downregulation wird in unseren Kliniken bei ca. 90% aller Patienten angewendet. Hierbei kommen Medikamente zu Einsatz, die genau gegenteilig wie das GnRH wirken (Antagonisten). Diese Substanzen blockieren die Funktion der Hirnanhangsdrüse sofort. 

Gonal F, Puregon ist rekombinantes FSH
Merck Gonal Pen (pdf)
Biotechnisch gewonnenes FSH bewirkt - genau wie das von der Hypophyse produzierte FSH - eine Stimulation der Eierstöcke und führt dadurch zu einer vermehrten Eizellreifung. Wie die Eierstöcke auf dieses Hormon ansprechen, hängt von der Dosis ab und ist individuell verschieden. 

Progesteron Vaginal-Zäpfchen oder Utrogestan sind Gelbkörperhormone
Diese Medikamente kommen zur Unterstützung der Gelbkörperphase nach der Punktion der Eierstöcke zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass ein befruchtetes Ei optimale Bedingungen vorfindet und die Schwangerschaft bestehen bleibt. Beginnend am Abend des Punktionstages werden diese Mittel in die Scheide eingeführt und in der Folge an dem nächsten Tag laut Ihrem persönlichen Stimulationsplan weitergenommen (bis in die 8. SSW). 

Blutverdünnung (z. B. Aspirin 100 mg, Lovenox) 
Dieses Medikament wird ab dem Punktionstag laut des persönlichen Stimulationsplans der Patientin  (bis in die 8. SSW) eingenommen. 

FOLSÄURE (z. B. Folsan): 
Es wird empfohlen, die Menge von 0,4 mg täglich einzunehmen, und im Idealfall bereits mindestens eine Woche vor Stimulationsbeginn mit der Einnahme zu starten.

Zusätzliche Medikamente wie z. B. Aprednisolon oder Glucophage werden die Patienten in direkter Absprache mit den Ärzten der VivaNeo Kinderwunschkliniken einnehmen.

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