Endometriose bei Kinderwunsch

Endometriose ist das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutterhöhle (zum Beispiel in der Bauchhöhle, in den Eierstöcken, im Eileiter, der Blase oder im Darm). Diese Herde machen die gleichen zyklischen Veränderungen durch, wie in der Gebärmutterhöhle selbst. Sie werden zuerst aufgebaut und versuchen zum Zeitpunkt der Menstruation abzubluten, wobei kein Weg nach außen besteht. Es kommt folglich zu einer chronischen Entzündungsreaktion mit Vernarbungen des betroffenen Gewebes. Endometriose ist daher häufig die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch.

Symptome

Durch die Endometriose entstehen mitunter

  • ausgeprägte Regelschmerzen
  • Unterleibsschmerzen schon ca. 1 Woche vor der Periode
  • Schmerzen beim Urinieren oder beim Stuhlgang
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Zwischenblutungen
  • Schmerzen im Bauch und Rücken, die in den Rücken strahlen
  • Blutungen aus Blase oder Darm
  • Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen
  • Blähungen, Verstopfung oder Durchfall

Endometriose – Diagnose und Behandlung

Sollte diese Erkrankung über viele Jahre bestehen, kommt es zu narbigen Veränderungen an den oben genannten Organen, was wiederum zur eingeschränkten Fruchtbarkeit führen kann. Bei Verdacht auf Endometriose erfolgt eine gynäkologische Untersuchung (Ultraschall und Tastbefund). Die definitive Bestätigung kann aber nur durch eine Bauchspiegelung erfolgen. Die Bauchspiegelung ist gleichzeitig Behandlungsmethode bei eventueller Feststellung dieser Erkrankung.

Die Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Während der Bauchspiegelung werden alle erkennbaren Endometrioseherde gleich entfernt und die normalen anatomischen Strukturen wiederhergestellt. Der Eingriff wird ambulant und durch minimal invasive endoskopische Techniken vorgenommen. Da dieses Verfahren aber trotzdem ein invasiver Eingriff unter Narkose ist, sollten vorher andere mögliche Ursachen für eine Unfruchtbarkeit ausgeschlossen werden.

Der Eingriff

Über einen kleinen Hautschnitt unterhalb des Nabels wird Kohlendioxidgas (CO2) in den Bauchraum eingeführt. Das Verletzungsrisiko während des Eingriffs wird so minimiert. Danach wird eine Kamera eingeschoben, um den Bauchraum zu untersuchen. Denn neben dem Vorhandensein einer Endometriose kann zeitgleich auch auf Verwachsungen oder auf eine Undurchlässigkeit der Eileiter – verklebte Eileiter – untersucht werden. Die Bauchspiegelung wird mit der Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kombiniert, um weitere Narkosen und Eingriffe zu vermeiden.

Großes Erfahrungspotential zur Endometriose

Der Eingriff kann sowohl die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft auf herkömmlichem Weg verbessern als auch Beschwerden wie Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) drastisch reduzieren. Von großer Wichtigkeit ist hier die Erfahrung des Operateurs, damit nicht durch mehrmalige Eingriffe die Eizellreserve und Schwangerschaftschance gar reduziert wird. Unsere Partnerkliniken haben eine ausgewiesen große Expertise in der Behandlung von Endometriose. Die KinderWunschKlinik Wels ist seit April 2010 ein zertifiziertes Endometriose-Zentrum.

Fakten zur Endometriose

  • Geschätzt 7 bis 15 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden an Endometriose und bei vielen ist die Erkrankung Grund einer Fruchtbarkeitsstörung und unerfüllten Kinderwunsch.
  • Obwohl die Endometriose nach Myomen in der Gebärmutter (gutartige Tumore) die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung ist, wird sie häufig nicht erkannt.
  • Die Zahl der Endometriose-Neuerkrankungen wird auf 40.000 pro Jahr geschätzt.
  • Im Schnitt vergehen sechs Jahre ab dem ersten Auftreten der Symptome, beziehungsweise der ersten Beschwerden, bis zur eventuellen Diagnose.
  • Auch Patienten ohne unerfüllten Kinderwunsch können unter der Erkrankung leiden, aufgrund der schmerzhaften körperlichen Symptome.
  • Bei der Endometriose ist eine siebenfache familiäre Häufung zu verzeichnen. Patienten mit entsprechender Familiengeschichte, sollten diese Information an ihren Arzt weitergeben.
  • Endometriose ist chronisch und kann auch Organe befallen, ist jedoch nicht bösartig.

Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen zu Endometriose

Falls Sie zur gutartigen Erkrankung Endometriose Fragen haben oder über die Möglichkeit einer Behandlung nachdenken, beraten wir Sie gerne. Unsere renommierten Ärzte in unseren Kinderwunschkliniken in Wien, Wels und Klagenfurt stehen Ihnen dabei sehr gerne in einem ersten Beratungsgespräch zu Verfügung.
Endometriose-Patientinnen mit Kinderwunsch erhalten Unterstützung des IVF-Fonds, der für vier Versuche 70 Prozent der Behandlungskosten übernimmt.

Wir sind für Sie da!

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