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Fruchtbare Tage / Eisprung berechnen

Wenn eine Schwangerschaft geplant ist, können einige Dinge berücksichtigt werden, den Kinderwunsch zu erfüllen. Neben den allgemein gesundheitlichen Aspekten, Ernährung und Lebensstil, ist es hilfreich zu verstehen, wann der Eisprung stattfindet und wann somit die fruchtbaren tage vorliegen, um sein Verhalten entsprechend anpassen zu können.

Wann findet der Eisprung statt?

Der Menstruationszyklus setzt sich aus einer Phase der Eizellreifung und einer Gelbkörperhormonphase zusammen. Beides wird aus dem Gehirn mit Follikelstimulierenden Hormon FSH und luteinisierenden Hormon LH gesteuert. So kann bei einem optimalen Zyklus von 28 – 30 Tagen der Eisprung zwischen dem 12 und 14 Tag angenommen werden.

Der Eisprung wird etwa 24 Stunden vorher durch die Ausschüttung von LH aus der Hirnanhangsdrüse ausgelöst. Danach ist die Eizelle nur 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig ist und geht danach zugrunde.

Wann sind die fruchtbaren Tage?

Im Rahmen des Kinderwunsches kommt diesem Zeitpunkt besondere Bedeutung zu. Hier gilt es zu beachten, dass die fruchtbaren Tage (etwa 2 – 3 Tage) länger sind als die Befruchtungsfähigkeit der Eizelle (12 – 24 h), da Spermien im Körper der Frau bis zu 7 Tage überleben können. Der optimalste Zeitpunkt für die Befruchtung ergibt sich somit in einem Zeitfenster von etwa 3 Tagen vor dem Eisprung und etwa 12 Stunden danach.

Wichtig ist zunächst die Regelmäßigkeit der Zykluslänge zu erfassen. Zyklen von 25 – 35 Tagen können als normal bzw. ovulatorisch angesehen werden. Bei wiederholten Abweichungen hiervon sollte ein Arzt konsultiert und ein Zyklusmonitoring (Link) vorgenommen werden.

Die natürliche Empfängnisregelung (natürliche Familienplanung) kann sowohl zur Verhütung als auch Förderung einer Schwangerschaft herangezogen werden. Im Folgenden sollen verschiedene Methoden, die fruchtbaren Tage zu nutzen, beleuchtet werden.

Kalendermethode (Knaus-Ogino-Methode)

Das Protokollieren der Zykluslänge über einige Monate (Knaus-Ogino-Methode) kann über Regelmäßigkeit und Ovulationszeitpunkt einige Auskunft geben. Dies kann auch elektronisch erfolgen. Da die Zyklen meist Abweichungen aufweisen, erfasst man von bis zu 12 Zyklen die Länge. Vom kürzesten Zyklus der Reihe werden 18 Tage subtrahiert und man erhält den ersten fruchtbaren Tag. Vom längsten Zyklus der Messreihe subtrahiert man 11 Tage und erhält den letzten fruchtbaren Tag. Aus den ausgewerteten Zyklen kann somit im Nachhinein ein Rückschluss über die fruchtbaren Tage gezogen werden.

Basaltemperatur messen

Die Freisetzung von Gelbkörperhormon (Progesteron) nach dem Eisprung kann eine Erhöhung der Körperkerntemperatur (Basaltemperatur) um 0,3 bis 0,5 Grad Celsius hervorrufen. Durch tägliche Messung der Körpertemperatur in der Achselhöhle direkt nach dem Aufwachen ab Zyklustag 8 wird irgendwann nach dem Eisprung der Anstieg zu verzeichnen sein. Ein Anstieg kann angenommen werden, wenn an 3 aufeinanderfolgenden Tagen eine Plusdifferenz von mindestens 0,2 Grad Celsius gegenüber der letzten 6 Tage vor Anstieg vorliegt. Ist es zum Temperaturanstieg gekommen, ist das fruchtbare Fenster vorbei. Somit kann auch hier im Nachhinein erst eine Auswertung vorgenommen werden.

Zervixschleim analysieren

Aufgrund der Hormonveränderungen während der Eizellreifung verändert sich auch die Produktion von Schleim aus der Gebärmutter. Diesen Zervixschleim kann man an oder in der Vagina betrachten und fühlen. Zu Beginn des Zyklus ist kaum Ausfluss zu verzeichnen. Im weiteren Verlauf nimmt dieser jedoch zu und klart auf. Kurz vor dem Eisprung fühlt er sich zunehmend flüssig und fadenziehend an. Dies ist ein Zeichen der Östrogenproduktion der reifenden Eizelle und korreliert mit dem bevorstehenden Eisprung. Gleichzeitig kann man auch in der Scheide den Muttermund tasten, der sich nach der Periode verschlossen tastet und sich kurz vor dem Eisprung leicht öffnet. Die selbstbeobachtenden Methoden können Veränderungen vor den fruchtbaren Tagen deutlich machen und sind somit ohne langen Vorbeobachtungszeitraum sofort nutzbar.

Hormonanalyse

Eine weitere Methode, den Zeitpunkt des Eisprungs bzw. die fruchtbaren Tage einzugrenzen ist, die Hormone direkt zu messen, die den Eisprung auslösen. Hierfür wird die Ausschüttung von LH im Urin genutzt. Man geht davon aus, dass etwa 24 bis 36 Stunden nach der maximalen LH-Ausschüttung der Eisprung stattfindet.

Die technische Vorgehensweise ist vergleichbar mit einem Schwangerschaftstest. In einem Gefäß aus Kunststoff findet sich ein Eingabefeld für Urin und etwas daneben ein Sichtfeld. Ist der Urin aufgenommen worden erzeugen Reagenzien im Sichtfeld immer einen Kontrollstreifen. Falls LH in der Probe enthalten ist erscheint daneben ein Teststreifen, der anzeigt, dass LH im Körper ausgeschüttet wurde und der Eisprung in 24 Stunden erwartet werden kann.

Die Messung sollte immer zur gleichen Tageszeit stattfinden und beginnt etwa mit dem 10. Zyklustag. Wenn verkürzte Zyklen vorliegen, macht es Sinn, bereits etwas früher mit den Messungen zu beginnen. Ob Morgenurin oder nicht hängt von den Herstellerangaben ab. Auch die Empfindlichkeit (sog. Units, IU) sollte zunächst in einem mittleren Bereich gewählt werden und bei ausbleibenden Ergebnissen ggf. angepasst werden.

Es existieren mittlerweile verschiedenartigste Methoden, die von einfachen Urinteststreifen bis zu computerbasierten Auswertungssystemen reichen. Eine Kombination mit Kalenderauswertung und Symptombeobachtung ermöglicht eine Steigerung der Genauigkeit in der Erfassung der fruchtbaren Tage.

Was tun bei ausbleibender Schwangerschaft?

Von einer Unfruchtbarkeit spricht man, wenn es bei einem Paar trotz regelmäßigen Geschlechtsverkehrs über ein Jahr zu keiner Schwangerschaft gekommen ist. In diesem Fall gehen unsere reproduktionsmedizinischen Experten in unseren Kinderwunschkliniken in Wien, Wels und Klagenfurt dem unerfüllten Kinderwunsch mit einer umfassenden Diagnostik auf den Grund. Mit eigenem Diagnoselabor, eigenen Kryobanken sowie eigener Samenbank können wir Ihnen das gesamte Spektrum an Fruchtbarkeitsuntersuchungen (Hormone, Genetik, Immunologie), Fruchtbarkeitsbehandlungen sowie weiteren unterstützenden Behandlungen bieten.

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