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Überstimulationssyndrom (OHSS) - Definition

Im Rahmen der IVF ist eine Hormontherapie notwendig, um mehr als eine Eizelle zu gewinnen und die Schwangerschaftschancen damit zu erhöhen. Wichtig ist hierbei, dass die Hormondosis an die Patientin und ihre Eizellreserve angepasst wird, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Die Eizellreserve einer Frau kann mit Hilfe des AMH-Werts und eines Ultraschalls bestimmt werden. Sollte die Dosis dennoch zu hoch sein, kann diese im Lauf der Therapie noch gesenkt werden. Von einem Überstimulationssyndrom (OHSS) spricht man, wenn es zu einer Überproduktion von Eizellen unter Hormontherapie kommt.

Symptome und Risiken einer Überstimulation

Ein schweres Überstimulationssyndrom kann ohne die richtige Behandlung und Therapie lebensgefährlich sein, zum Glück sind aber weniger als 1% aller Patientinnen von dieser Form betroffen. Gefahren einer Überstimulation sind Thrombosen, Ansammlung von Wasser im Bauchraum, dem Lungenspalt und im Gewebe sowie in sehr schweren Fällen Leber- und Nierenfunktionsstörungen.

Frühe und späte Überstimulation

Man unterscheidet zwei Formen des Überstimulationssyndroms: eine frühe Form, die durch die Spritze entsteht, die zum Auslösen des Eisprungs verwendet wird, und eine späte Form, die im Rahmen einer Frühschwangerschaft auftritt.

Die frühe Form kann dadurch verhindert werden, dass bei Patientinnen, die eine große Follikelzahl haben, ein Medikament zum Auslösen des Eisprungs verwendet wird, das nicht zu einem OHSS führt.

Die späte Form kann verhindert werden, in dem bei einer Patientin mit der Gefahr eines OHSS kein Frischtransfer durchgeführt wird, sondern alle Embryonen eingefroren werden. Ein Transfer kann dann im nächsten Zyklus erfolgen. Das Einfrieren schadet den Embryonen nicht, die Schwangerschaftschancen sind sogar besser mit gefrorenen Embryonen als in einem Frischzyklus.

Therapie

Sollte es zu einem OHSS kommen, ist eine Thromboseprophylaxe mit Heparinspritzen wesentlich. Zusätzlich sollte die Patientin viel Trinken und auf eine ausreichende Eiweißzufuhr achten. Bei einem ausgeprägten OHSS ist eine Überwachung in einem Krankenhaus notwendig.

Durch die genaue Anpassung der Dosis der Hormone an die Eizellreserve einer Patientin, Ultraschallkontrollen während der Hormontherapie und das Einfrieren von Embryonen kann die Gefahr eines OHSS heutzutage sehr gesenkt werden.

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