Jetzt Kontakt aufnehmen

Jetzt Kontakt aufnehmen

Schwanger werden nach Fehlgeburt

Eine Fehlgeburt (Abort) bedeutet das Absterben eines Embryos oder die frühzeitige Geburt eines Kindes vor Erreichen der Überlebensfähigkeit. Zirka 8% aller Schwangerschaften enden vorzeitig. Einige Schwangerschaften enden in einem so frühen Stadium, dass die Frau teilweise gar nicht bemerkt, dass sie schwanger gewesen ist. Man nimmt an, dass der Körper eine Schwangerschaft automatisch beendet, wenn es z.B. zu Störungen bei den ersten Teilungen der befruchteten Eizelle kommt.

Wichtig ist die Abklärung der möglichen Ursachen (Gebärmutter, Genetische Faktoren, Hormonanalyse, Blutgerinnung, spezielle Antikörper, Infektionen). Vor allem in der Frühschwangerschaft treten gehäuft Aborte auf. Wenn die Erfahrungen auch schmerzhaft sind, sollten sie jedoch kein Grund zum Verzweifeln sein. Fehlgeburten sind häufiger als man denkt. Eine Fehlgeburt ist in den meisten Fällen eine natürliche Regulation des Körpers auf eine frühe gestörte Schwangerschaftsentwicklung. Erst ab 3 Aborten nacheinander erfolgt die intensivere Abklärung zum Ausschluss eines kausalen Zusammenhangs im Rahmen einer Pathologie.

Schwanger werden mit Kinderwunschbehandlung nach wiederholten Fehlgeburten

Eine Kinderwunschbehandlung in unseren Kinderwunschkliniken kann auch für die Patientinnen eine Option sein, die wiederholt Fehlgeburten erlitten haben, bei ihrem Versuch, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Wichtig ist dabei, dass die Untersuchungen und die Diagnostik ein eindeutiges Ergebnis darlegen. Das erfahrene Ärzte-Team in unseren Kliniken wird diese Untersuchungsergebnisse genau mit dem jeweiligen Kinderwunschpaar besprechen und in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeiten und Grenzen der Kinderwunschbehandlung – gerade im Hinblick auf Ihren besonderen Fall – aufzeigen. 

Natürlich gibt es immer die unterschiedlichsten Gründe für eine Fehlgeburt – das sollte jedes Kinderwunschpaar im Vorfeld genau in Betracht ziehen. Denn neben verschiedenen körperlichen Ursachen können auch Stress und beispielsweise auch Medikamentenkonsum, Rauchen und Passivrauchen sowie eine ungesunde Ernährung und ein ungesunder Lebensstil das Risiko einer Fehlgeburt steigern. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auch unter schwanger werden.

Ursachen von Fehlgeburten 

Die häufigsten Ursachen für einen sogenannten wiederholten (habituellen) Spontanabort können folgende sein:

  • Genetisch: Genetische Veränderungen sind stark abhängig vom mütterlichen Alter und nehmen jenseits der 35 Jahre zu. Bei 20–25-Jährigen liegt das Risiko einer Fehlgeburt bei durchschnittlich 9 %, bei über 45-Jährigen liegt es bei rund 75 %. Sofern eine Veränderung von Chromosomen bei Vater oder Mutter vorhanden ist, besteht unabhängig vom Alter ein erhöhtes Abortrisiko.
  • Immunologisch: In seltenen Fällen kommt es zu einer Fehlreaktion des mütterlichen Immunsystems auf den Embryo – das Immunsystem erkennt den Embryo als Fremdkörper und stößt ihn ab. 
  • Anatomisch: Oft können einer Fehlgeburt Gebärmutterfehlbildungen oder Myome zu Grunde liegen.
  • Blutgerinnungsstörungen: manche Frauen haben eine (vererbte) Thromboseneigung, die zur Unterversorgung des Fötus und in der Folge zum Abort führen kann.
  • Hormonell: Vor allem eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion spielt hier eine wichtige Rolle. Daher empfiehlt es sich vor einer geplanten Schwangerschaft eine eventuelle Schilddrüsenfunktionsstörung (beispielsweise eine Hashimoto-Entzündung) auszugleichen.

Untersuchungen in unseren Kinderwunschkliniken nach wiederholten Fehlgeburten

Untersuchung der Gebärmutter

Eine Fehlbildung der Gebärmutter oder gutartige Wucherungen (Schleimhautpolypen oder Myome innerhalb der Gebärmutterhöhle) können die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut beeinträchtigen und dadurch die Einnistung des Embryos verhindern bzw. seine Entwicklung nach erfolgter Einnistung negativ beeinflussen. Mit Hilfe einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kann dies erkannt und behandelt werden. Bei dieser Untersuchung wird eine Kamera in die Gebärmutterhöhle eingeführt. In einigen Fällen ist eine zusätzliche Bauchspiegelung (Laparoskopie) notwendig.

H3 Genetische AbklärungGenetische Auffälligkeiten sind bei ca. 3 bis 5% der Paare zu finden, die von wiederholten Aborten betroffen sind. Am häufigsten sind dies sogenannte „Translokationen“, eine „Verlagerung“ von genetischer Information innerhalb eines Chromosomenpaares. Dies kann sowohl bei der Frau als auch beim Mann vorliegen und bedeutet keine gesundheitlichen Probleme. Allerdings kann es nach Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle zu wiederholten Fehlgeburten führen. Obwohl in diesem Fall keine Therapie zur Verfügung steht, ist es beruhigend, die Ursache für die Aborte gefunden zu haben. Eine humangenetische Beratung durch einen Spezialisten kann die betroffenen Paare über die Chancen einer normal verlaufenden Schwangerschaft und der Wahrscheinlichkeit eines erneuten Abortes aufklären. Wird die Frau wieder schwanger, sollte eine Diagnostik (z.B Throphektoderm-Biopsie vor Einsetzen der Embryonen) in Erwägung gezogen werden. Die genetische Beratung bieten wir in unser Kinderwunschklinik Wien und der Kinderwunschklinik Wels an.

Hormonanalysen

Bei Frauen mit wiederholten Fehlgeburten sind hormonelle Störungen festzustellen, etwa ein Mangel an Progesteron (Gelbkörperhormon) in der 2. Zyklushälfte. Auch ein erhöhter LH-Wert (LH=luteinisierendes Hormon, löst den Eisprung aus) wird mit Aborten in Zusammenhang gebracht. Solche „Ungleichgewichte“ im Hormonhaushalt sind behandelbar. Eine Hormonuntersuchung zwischen 1. und 4. Zyklustag gehört daher zu jeder Abortdiagnostik. Diese umfasst nicht nur die Bestimmung Sexualhormone, sondern auch eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion.

Überprüfung der Blutgerinnung

Veränderungen der Blutgerinnung können ebenfalls einen Abort auslösen. Dies erklärt man sich durch eine Durchblutungsstörung der Plazenta durch kleinste Blutgerinnsel. Eine spezielle Blutuntersuchung kann die Funktion verschiedener Blutgerinnungsfaktoren überprüfen. Betroffenen Frauen wird zur Applikation von blutverdünnenden Medikamenten während der Schwangerschaft geraten, um einen erneuten Abort zu verhindern.

Suche nach speziellen Antikörpern

Bei zirka 20% aller Frauen, die am sogenannten „Antiphospholipidsyndrom“ leiden, kann es zu wiederholten Aborten kommen. Bei diesen Frauen finden sich bestimmte Antikörper im Blut, die die Blutgerinnung negativ beeinflussen und dadurch die gesunde Entwicklung der Schwangerschaft stören. Auch in diesem Fall rät man zu Blutverdünnern während der Schwangerschaft.

Infektionen

Infektionen des Genitaltraktes werden seltener mit wiederholten Aborten in Verbindung gebracht. In der fortgeschrittenen Schwangerschaft können sie jedoch zu vorzeitigen Wehen führen und somit eine Frühgeburt auslösen. Der Nachweis einer Infektion kann durch einen Scheidenabstrich erbracht werden. Die Behandlung erfolgt durch bestimmte Antibiotika, welche in der Schwangerschaft bedenkenlos gegeben werden können.

Fehlgeburten nach IVF und ICSI

Grundsätzlich muss erwähnt werden, dass bei einer IVF- oder einer ICSI-Behandlung das Risiko einer Fehlgeburt mit 15 - 30 % etwas höher ist, als nach spontaner Konzeption. Untersuchungen zeigen, dass das Fehlgeburtsrisiko bei Kinderwunschpatienten mit einer reduzierten Fruchtbarkeit (Subfertilität) leicht erhöht ist. Es handelt sich offensichtlich um ein Risikokollektiv mit Zusatzfaktoren, die zu häufigeren Fehlgeburten führen. Das gilt in dieser Patientengruppe unabhängig davon, ob die Schwangerschaft durch eine IVF-Behandlung oder spontan eingetreten ist.

Die Entstehung menschlichen Lebens ist ein komplexer Prozess: Trotz weit fortgeschrittener Diagnostik ist es nicht immer möglich, eine eindeutige Ursache für wiederholte Fehlgeburten zu finden. In unserer Kinderwunschklinik beraten wir Sie umfassend hinsichtlich der sinnvollen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten – immer mit dem Ziel, die optimalen Voraussetzungen für Ihren Kinderwunsch zu schaffen.

Blutungen während der Schwangerschaft

Es ist wichtig zu wissen, dass man bei drohendem Abort vor allem in den frühen Schwangerschaftswochen (davon ca. 80% während der ersten 3 Monate/sog. erstes Trimenon) kaum therapeutisch aktiv werden kann. Üblicherweise wird eine Gelbkörperhormontherapie eingeleitet, da auch ein Mangel desselben in dieser frühen körperlichen Umstellungsphase die Ursache von Blutungen sein kann.

Mitunter besteht aber auch keine Blutung, sondern lediglich ein Wachstumsstillstand der Fruchthöhle bzw. des Embryos. In solchen Fällen wird nach anfänglichem Abwarten auf einen spontanen Eintritt der Blutung entweder eine medikamentöse Unterstützung oder ein operativer Eingriff (Curettage) zur Beendigung der Schwangerschaft nötig.Bitte beachten Sie, dass bei einer Fehlgeburt die Regelblutung meist von selbst eintritt, doch nicht jede Blutung in einer Schwangerschaft in einem Abort endet!

Unsere erfahrenen Ärztinnen und Ärzte in unseren Kinderwunschkliniken beraten Sie gerne individuell zu Ihren die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.

Nehmen Sie jetzt Kontakt mit Ihrer Wunschklinik auf - wir freuen uns auf Sie!

Unsere VivaNeo Kinderwunschkliniken in Österreich

Klagenfurt

Gerne beantwortet Ihnen unser Team der VivaNeo Kinderwunschklinik Klagenfurt Ihre Fragen. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf.

Kinderwunschklinik Klagenfurt

Wels

Gerne beantwortet Ihnen unser Team der VivaNeo Kinderwunschklinik Wels Ihre Fragen. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf.

Kinderwunschklinik Wels

Wien

Gerne beantwortet Ihnen unser Team der VivaNeo Kinderwunschklinik Wien Ihre Fragen. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf.

Kinderwunschklinik Wien

Gratis-Infoabend

hier anmelden

Zum Gratis Infoabend anmelden

Persönliches Erstgespräch

hier anmelden

Zum persönlichen Erstgespräch